Neuigkeiten aus dem Antiquariat Halkyone


Der Teilnachlass von Annemarie Pallat, der Schwester von Otto Erich Hartleben, befindet sich nun hier. Das Tagebuch der Mutter, Korrespondenz und Fotografien geben der Hartleben-Forschung wertvolles Material in die Hand - gäbe es sie, die Forschung. Goethephilologen haben es da einfacher.

Wir begnügen uns mit der Ankündigung eines Verkaufskataloges. Und der Hoffnung auf einen interessierten Käufer.

Zwei Beispiele aus dem Nachlass sind hier vorab schon einmal gezeigt: das früheste überlieferte Foto anno 1886 aus dem Tagebuch der Mutter und die letzte überlieferte Aufnahme wenige Tage vor dem Tod des Dichters aufgenommen von der Schwester, Annemarie, im Garten der Villa Halkyone am Gardasee.


Villa Halkyone am Gardasee

Lange galt die Villa Halkyone, der letzte Wohnsitz Otto Erich Hartlebens, als nicht mehr vorhanden, dem Erdboden gleich gemacht. Nicht zuletzt den Forschungen des Münchner Germanisten Dirk Heißerer ist ihreWiederentdeckung zu verdanken. Mittlerweile hat sich ebendort in Salò eine Accademia Alcyone angesiedelt, die sich um das ehrende Andenken des einstigen Bewohners kümmert. Im September 2009 kam es zu einer Vereinigung der beiden Akademien Nord  und Süd: Festvortrag und lukulische Genüsse ließen die Erinnerung an Otto Erich wieder aufleben.

Gedenktafel am Hauseingang, und das einstige Wohnhaus (Türmchen + die ersten beiden Fensterreihen) die letzte erhaltene, von OEH noch selbst gepflanze Zypresse.

 [2009]


Hartlebens Duelle

Ein Aufsatz ist unter dem o. a. Titel im Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft (Nr. 53 von 2009, S. 19-47) von dem Berliner Germanisten Peter Sprengel veröffentlicht worden. Der Untertitel "Größenwahn und Modellrealismus bei Bleibtreu und Conradi" gibt beredtes Zeugnis vom Inhalt und führt den Leser in bis dato unbekannte Sachverhalte des deutschen Früh-Naturalismus'.

Aber auch alle Freunde des Leipziger Nachtlebens fin de siècle kommen auf ihre Kosten. Versand des Beitrages per .pdf auf Anfrage und mit Erlaubnis des Autors.

"Im Netzwerk der Moderne: Leo Berg" ist ebenfalls von Peter Sprengel herausgegeben worden. Hier finden sich u. a. fünf bislang unveröffentlichte Briefe von Otto Erich Hartleben (Aisthesis Verlag, Bielefeld).

 


 Praktikum

Im Januar 2010 absolvierte eine 14jährige Realschülerin hier ein Berufspraktikum. Die in Lagerhaltung und Titelaufnahmen unterwiesene Schülerin hatte Spaß und Freude an ihrer Arbeit. Lektüreaufgaben (von ETA Hoffmann zu Frank Kafka) löste sie mit Enthusiasmus und Leseeifer. Ihre Tätigkeit hier ist zumindest ein kleiner Nachweis: Bücherwelten sind nicht tot zu kriegen.

lt:

Besuch hier im Laden: Mo.-Fr. 10-13 und 15-18 Uhr, Sa. 11-13 Uhr.

Titelbeschreibungen und -aufnahmen von Karin Kleindienst und Detlef Gerd Stechern. Korrekturen, Ergänzungen, Lob und Kritik sind stets willkommen.

Besuchen Sie uns im Ladenlokal im Herzen Altonas. Dort finden sie viele weitere Bücher aus vielen Gebieten, die nicht im Netz angezeigt sind. Sie können Ihren Antiquariatsbummel mit Besuchen bei den Kollegen Tiedemann (Altonaer Antiquariat) und Malinowski (Sammler Eck) in unmittelbarer Nähe zu unserem Geschäft erweitern und abschließend z. B. nach einem Besuch des Klopstock Grabes Ihre Neuerwerbungen am Altonaer Balkon mit Blick auf den Hafen studieren.

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